Sonntag, 10. Januar 2016

Rieslinge aus dem Jahrgang 2006

Der Jahrgang 2006 war mit seinem verregneten September ein extrem schwieriger Jahrgang für deutsche Weine. Häufig waren die Weine von Fäulnis oder den entsprechenden önologischen Gegenmaßnahmen geprägt. Dass es positive Ausnahmen gibt, zeigt zumindest der heute noch exzellente Buntsandstein von Theo Minges, während die (aktuell eingekauften!) Weine von Querbach deutlich abfallen und eher enttäuschen.



Theo Minges: Riesling Spätlese trocken Buntsandstein 2006
Intensives Gold, in der Nase viel reife Frucht (Apfel, Grapefruit, Ananas). Für den Jahrgang sehr reintönig, straffe, im Vergleich zu den anderen verkosteten Weinen sehr schlanke Art, belebende Säure, wirkt auch nach fast zehn Jahren noch sehr frisch und klar.
APNr. 5 025 066 19 07     13% Alc.

Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis: 9,80 Euro
 
Wilfried Querbach: Oestrich Lenchen Nr. 1 Riesling 2006
Gold mit grünlichen Reflexen. Nase eher verhalten, Muffton. Guter Zug im Mund, leichtere Art, bleibt aber dumpf und muffig.
APNr. 29 084 00607  12% Alc.
 
Bewertung: 14,5/20 Punkte
Preis: 14,15 Euro
 
Wilfried Querbach: Oestrich Doosberg 1. Gewächs Riesling 2006
Dunkles Gold, Nase mit fülliger exotischer Frucht (Maracuja, Ananas), im Hintergrund eine Bitternote. Im Mund durchaus fruchtbetont, spürbare Restsüße (fast halbtrocken); voller, dichter Körper, wenig elegant, störende Botrytis.
APNr. 29 084 00807  12% Alc.
 
Bewertung: 15,5/20 Punkte
Preis: 18,90 Euro
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen