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Samstag, 26. November 2016
Williams Christ-Birnenbrand im Vergleich
WG Klaus Simon, Alzenau. Williams-Christ Birnenbrand
40% Alc. L 253/14
Sehr klarer, wunderbar typischer Birnenduft, hat von den drei Bränden die schönste Nase. Auch im Mund sehr klare Frucht, keinerlei Fehltöne. Weich und geschmeidig, spiegelt die Birne sehr schön wieder.
Bewertung: 18/20 Punkte
Helmut Deuringer, Ravensburg-Torkenweiler: Bodensee-Williams im Eichenholzfass gereift
40% Alc.
Etwas breite Nase, aber sehr schönes Spiel von Frucht und Holzfassnoten, reintönig, weniger expressiv als der Brand aus dem kahlen Grund.
Bewertung. 17/20 Punkte
Hofbrennerei St. Urban, Eppan: Birnenbrand Willams
40,5% Alc.
Typische Birnennase, dabei minimal spritiger Unterton. Komplexe Art im Mund, aber relativ wenig Frucht, wirkt etwas breit und weniger fruchtbetont, angesichts des relativ hohen Preises für einen Südtiroler Obstbrand das schwächste Exemplar dieser Serie.
Bewertung: 16,5/20 Punkte
Samstag, 15. Dezember 2012
Brände von der Mirabelle
Mirabell 42% Alfred Porr, Duchroth, Weingut, Brennerei und Gastwirtschaft
Nase eher verwaschen nach Mirabelle, etwas spritig, im Mund doch sehr sanfte, milde Art, das Fruchtbild ist jedoch nicht besonders klar und eher unsauber.
Bewertung: 15/20 Punkte
Schlater Mirabelle 42% Jörg Geiger, Schlat
Eher herbe Mirabelle in der Nase, sehr reintönig im Mund; schöne weiche Frucht, sanft und edel.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 17 Euro/0,35 l.
Bezug: Jörg Geiger
Edelbrand von der Mirabelle 40% Hubertus Vallendar, Kail
Absolut reintönige, eher süße Mirabellenfrucht in der Nase. Im Mund ausgewogen und mild, extrem präzise und klare Frucht.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis:
Bezug: Hubertus Vallendar
Samstag, 17. September 2011
Kirschbrände
Hier kommt die Fortsetzung der Obstbrandserie, die ich am 03.09. mit Bränden von der Birne begonnen hatte. Heute waren die Kirschbrände dran. Hier trennt sich, wie ich meine, noch schneller die Spreu vom Weizen. Es wurden wiederum vier Brände verkostet.
Hubertus Vallendar: Sauerkirschbrand
40% vol. 32,50 Euro/0,5l
Feiner Kirschduft, eher schlank, Anklänge von Edelmarzipan. Klare Frucht, eher filigrane, aber facettreiche Aromatik, sehr weich.
Bewertung: 17/20 Punkte
Jörg Geiger: Schlater Kirsch
42% vol. 14,50 Euro/0,35l
Nase etwas verhalten, Kirsche nur diffus wahrnehmbar; im Mund besser, sehr weich, feine Kirscharomatik, abgerundet, etwas Marzipan
Bewertung: 16/20 Punkte
Dirker: Brand von der Morellenfeuerkirsche
40% vol. 35 Euro/0,5l
Feiner Kirschduft, dichte, reintönige und klare Nase. Mundgefühl sehr sauber und angenehm weich, intensive, subtile Kirscharomatik, sehr komplex und nuancenreich.
Bewertung: 18/20 Punkte
Möhl, Arbon: Kirsch
40% vol. ca. 20 CHF/0,5l
Kräftige, etwas vordergründige Kirschnase, riecht minimal "spritig". Eher diffuser Eindruck am Gaumen, einfach gestrickt.
Bewertung: 14,5/20 Punkte
Bei den Kirschbränden hatte die Morellenfeuerkirsche von Dirker klar die Nase vorn, wobei aber auch der Brand von Vallendar überzeugen konnte. Die Qualität des Brandes von Jörg Geiger war angesichts des niedrigeren Preises akzeptabel, während der Kirsch aus dem Thurgau demnächst bevorzugt für die Sauerkirschkonfitüre und das im Herbst allfällige Käsefondue Verwendung finden wird.
Demnächst gibt es dann noch eine Verkostung von Mirabellenbränden.
Samstag, 3. September 2011
Brände von der Birne
Einen guten Obstbrand zu finden ist nicht einfach. Natürlich gibt es die großen Namen wie Gölles, Morand, Reisetbauer, Rochelt, Ziegler und v.a., die vor allem in der Gastronomie verbreitet sind. Auch viele Winzer und Winzergenossenschaften, die etwas auf sich halten, brennen nebenbei oder lassen brennen, wobei die Ergebnisse manchmal zwiespältiger Natur sind. Wer als Genießer für sein Geld einen guten Gegenwert haben möchte, ist gezwungen zu probieren und zu experimentieren, denn das Feld ist ziemlich unübersichtlich.
Für mich war über viele Jahre die Williams Reserv von Roner eine Art Benchmark für einen guten Birnenbrand, zumindest im Blick auf das Preis-Leistungsverhältnis. Wie die folgenden Verkostungsnotizen zeigen, gibt es durchaus Alternativen.
Hubertus Vallendar: Williams-Christ-Brand
40% vol. 27,50 Euro/0,5l
Sehr komplexe, überwältigende Nase, hochintensiv und gut definiert Birne, expressiv nuanciert, eher schlankes Mundgefühl, schmeckt härter als die Nase erwarten läßt, noch jugendlich mit Reifepotential, "intellektuell".
Bewertung: 18/20 Punkte
Roner: Williams privat 1998
43% vol. Flasche Nr. 285 von 1500
Eher verhaltene Nase, vollreife Birne. Im Mund sehr weich, keinerlei irritierende Härten, üppige Birnenaromatik am Gaumen, dabei letztlich etwas verwaschen.
Bewertung: 18/20 Punkte
Dirker: Köstliche von Charneau
40% vol. 20 Euro/0,5l
Klares, feinfruchtiges Birnenaroma, weniger voluminös, gut konturierte und nuancierte Frucht, eher schlank, aber sehr weich.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
Möhl, Arbon: Williams
40% vol. ca. 20 CHF/0,5l
Klare, reintönige Birne, Geschmackseindruck verwaschen und eher undifferenziert, eindimensional, aber frei von Fehltönen und Härten.
Bewertung: 16,5/20 Punkte
Bei dieser Verkostung hatten die Brände von Vallendar und Roner die Nase vorn. In der Tat zeigte der Williams von der Mosel den beeindruckendsten und verführerischsten Duft, fiel dafür jedoch im Geschmacksbild etwas ab. Umgekehrt konnte die Jahrgangs-Privatreserve von Roner wegen ihres weichen und zugleich hocharomatischen Mundgefühls die etwas verhaltenere Nase kompensieren. Eine hervorragende Leistung dieses doch fast "industriell" arbeitenden Betriebes, der aber in Südtirol sicher weit vor seinen Konkurrenten Pircher und Psenner positioniert ist. Vor Ort werden dort auch noch ältere Jahrgänge der Privatreserve (wie der hier degustierte) aus der Schatzkammer verkauft.
Gut in der Spitzengruppe mithalten konnte auch der Brand aus der Edelbrandbrennerei Dirker, die eine große Vielfalt von Bränden aus unterschiedlichen Birnensorten produziert, während der Birnenbrand aus der Schweiz doch recht zünftig daherkam.
Für mich war über viele Jahre die Williams Reserv von Roner eine Art Benchmark für einen guten Birnenbrand, zumindest im Blick auf das Preis-Leistungsverhältnis. Wie die folgenden Verkostungsnotizen zeigen, gibt es durchaus Alternativen.
Hubertus Vallendar: Williams-Christ-Brand
40% vol. 27,50 Euro/0,5l
Sehr komplexe, überwältigende Nase, hochintensiv und gut definiert Birne, expressiv nuanciert, eher schlankes Mundgefühl, schmeckt härter als die Nase erwarten läßt, noch jugendlich mit Reifepotential, "intellektuell".
Bewertung: 18/20 Punkte
Roner: Williams privat 1998
43% vol. Flasche Nr. 285 von 1500
Eher verhaltene Nase, vollreife Birne. Im Mund sehr weich, keinerlei irritierende Härten, üppige Birnenaromatik am Gaumen, dabei letztlich etwas verwaschen.
Bewertung: 18/20 Punkte
Dirker: Köstliche von Charneau
40% vol. 20 Euro/0,5l
Klares, feinfruchtiges Birnenaroma, weniger voluminös, gut konturierte und nuancierte Frucht, eher schlank, aber sehr weich.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
Möhl, Arbon: Williams
40% vol. ca. 20 CHF/0,5l
Klare, reintönige Birne, Geschmackseindruck verwaschen und eher undifferenziert, eindimensional, aber frei von Fehltönen und Härten.
Bewertung: 16,5/20 Punkte
Gut in der Spitzengruppe mithalten konnte auch der Brand aus der Edelbrandbrennerei Dirker, die eine große Vielfalt von Bränden aus unterschiedlichen Birnensorten produziert, während der Birnenbrand aus der Schweiz doch recht zünftig daherkam.
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