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Sonntag, 30. Januar 2022

Miguel Torres: Gran Coronas Mas La Plana Gran Reserva Etiqueta Negra 1981


Korken völlig zerbröselt, aber ohne Krümel entfernbar. Verbrauntes Granat, Sediment. gereifte Nase mit balsamischen Noten, etwas Cassis, Leder und einem Hauch Zimt. Hochelegant am Gaumen, schlankes Mundgefühl, noch sehr präsente Säure, gewinnt mit Luftzufuhr. Dezente Cassis-Frucht am Gaumen, sehr geschmeidig, abgeschmolzene Tannine, ein wunderbarer Wein zu Wildbret.

Kommt nicht mehr ganz an die vorletzte Flasche heran. 


Bewertung: 18,5+/20 Punkte

Preis: 34,95 DM
Bezug: Globus-Handelshof Dutenhofen

Samstag, 1. Juli 2017

Mas de Daumas Gassac 1988

Dunkles Rubingranat, viel Sediment. Hochreife Nase mit dunkler Frucht, Sattelleder und fulminanter Tertiäraromatik. Im Mund dichte Frucht, großartige Komplexität und Tiefe, Dunkle, süße Frucht mit Tabak und Graphit, für die Reife von großer Verve.
Eine wirklich wunderschöne Flasche für Liebhaber der klassischen Jahrgänge von Mas de Daumas Gassac.

Bewertung: 19/20 Punkte
Preis: 25 Euro

Sonntag, 26. Februar 2012

Chanton: 2002er Gwäss aus dem Vispertal AOC Wallis

Lichtes Gelb mit grünlichen Reflexen. Der Wein präsentiert sich zunächst fast unzugänglich. Nach etwas Luftkontakt in der Nase reifer Apfel und Brotgewürz (Kümmel, Anis). Im Mund dominiert der überreife Apfel, etwas Mineralität, präsente Säure. Der Wein ist als 2002er zwar nicht mehr (ganz) frisch und wahrscheinlich jenseits seines Reifehöhepunkts, aber in seiner Intensität und Geradlinigkeit immer noch sehr beeindruckend. Mundfüllender Nachhall.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis:
Bezug: ab Kellerei Chanton

Zur Rebsorte Gwäss schreibt die Kellerei auf ihrer homepage:
Nach neuester Genforschung ist der Gwäss die älteste mit Namen bekannte Rebsorte der Welt. Gwäss kreuzte mit dem Pinot noir zusammen 16 verschiedene Rebsorten wie Chardonnay und Gamay. 80 weitere Verbindungen vom Gwäss mit teilweise unbekannten Sorten ergaben Rheinriesling und Furmint als die wohl Bekanntesten. Sehr fruchtbare Rebe, etwas der Fäulnis unterworfen. Liefert ohne intensive Traubenbeschränkung qualitativ ein ungenügendes Produkt. Dadurch früher als “Arbeiterwein” (viel Säure, wenig Alkohol) gekeltert. Der im Kaiserstuhl entdeckte
Heunisch ist identisch mit dem Gwäss. Aus den Walliser Kellern fast gänzlich verschwunden.