Sonntag, 20. März 2011

1993er Canneto D'Angelo

Granatrot mit Wasserrand. In der Nase überbordende süße Frucht, Holzvanille, balsamische Noten. Eine hochedler, aristokratischer Wein: Viel süße Frucht, die darauf hindeutet, dass er sich in einer späten Dekadenzphase befindet, dabei rauchige Noten und völlig abgeschliffene Tannine. Trotz der hohen Reife eine ungeheure Spannung und Intensität. 13% Alc. ;Jetzt und in den nächsten beiden Jahren trinken.



Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis
Bezug: Stella Weine, Saarbrücken

Ein wunderbarer Begleiter zu klassischer Rindsroulade mit Rotkohl und Kartoffelpüree.

Freitag, 18. März 2011

Luciano Sandrone: 2005er Valmaggiore Nebbiolo d'Alaba

Perfektes, dichtes Rubinrot ohne Wasserrand. Komplexe Nase mit dunkler Frucht, Räucherspeck, Trüffel und etwas Unterholz, ein leichter Essigstichton nach dem Öffnen der Flasche verschwindet mit Belüftung. Sehr präzise, fordernde Struktur, dunkle Frucht, eingewoben in feine Tannine und begleitet von einer erfrischenden Säure, Unterholz und Trüffelnoten setzen sich fort. Langer, intensiver Nachhall. Der Wein braucht unbedingt Luft und zeigt dann seine sehr komplexe Art und auch seine samtige Seite.




Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 25 Euro
Bezug: Gute Weine

Donnerstag, 17. März 2011

Steffens-Keß: 2009er Burger Hahnenschrittchen Riesling trocken

Sehr hell, sichtbare Kohlensäure. In der Nase sehr viel Zitrusfrucht und Mineralität. Jugendlich-frisches Geschmacksbild, nervige Art, auf der Zunge und am Gaumen ausgeprägte Schiefermineralität bei vielleicht etwas derbem Säuregerüst; gut abgestimmte minimale Restsüße. Von Komplexität und Fülle her fast eine kleine Spätlese, angesichts des Preises eine hervorragende Leistung dieses Betriebes.
APNr. 25982301210   11,5% Alc



Bewertung: 16/20 Punkte
Preis: 5,90 ab Hof
Bezug: Weingut Steffens-Keß

Samstag, 12. März 2011

Marc Kreydenweiss: 2006er Wiebelsberg Riesling La Dame Grand Cru

Dunkles Gold, sehr farbintentsiv. Ausladendes Bukett mit überreifen tropischen Früchten, etwas Honig, aber auch auf Botrytis hinweisende Töne, im Hintergrund etwas Champignon. Der Wein zeigt sich im Mund extrem vielschichtig und komplex, changiert zwischen überreifer Frucht und Mineralität mit etwas Bitternoten, manchmal scheinen auch mürber Apfel und Kräuternoten auf. Ein dicker Brummer. Die deutlich spürbare und durchaus nicht störende Süße resultiert wohl eher aus hohen Extraktwerten, denn aus vorhandenem Restzucker (9,2gr/l).
Der Wein ist nicht geradlinig, klar und mineralisch, wie man das von einem Riesling aus dem Elsaß vielleicht erwartet hätte, sondern aufgrund der Jahrgangstypizität ganz anders. Eher ausladend und breit, barock, heute bereits in der Phase der Dekadenz, aber aufgrund seiner Komplexität und des furiosen Aromenspiels immer noch ungemein spannend zu trinken. War in der Lage, ein Raclette-Essen würdig zu begleiten.

13% Alc.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis:
Bezug: Gute Weine