Sonntag, 17. Juni 2012

La Grange Tiphaine: 2011 Bel Air Touraine Amboise

Lichtes Strohgelb, sehr feine, zurückhaltende Nase mit frühlingshaften Blüten, Noten von frisch geschnittenem Gras und etwas Stachelbeere. Könnte von der Nase her auch ein gut gemachter, distinguierter Sauvignon blanc sein. Im Mund saftig-cremig, dabei durchaus präzise strukturiert mitels einer gut akzentuierten Säure, die sich aber im Hintergrund hält. Die spezifische Aromatik der Nase setzt sich auch im Mund fort, es dominiert das kräuterig-florale Element. Angenehmer Nachhall: Ein charaktervoller, aber unspektakulärer Essenbegleiter aus der Rebsorte Chenin blanc.



Bewertung: 16,5/20 Punkte
Preis: 9,90 Euro

Wie der Weinhändler auf seiner homepage zu Recht schreibt, ein schöner Sommerwein. Mir gefällt aber zu diesem Zweck ein knochentrockener Riesling von Steffens-Keß deutlich besser, zum Beispiel der Qualitätswein aus dem Hahnenschrittchen.

Pasta, pesto, patate e fagiolini

Inspiriert von einem Rezept von Martina Meuth und Bernd "Moritz" Neuner-Duttenhofer wurde die sonntägliche Tafel mit einem ligurischen Nudelgericht  bedient, in dem außerdem neue Kartoffeln und breite Bohnen verarbeitet werden. Das Pesto war selbstverständlich hausgemacht.


Die etwas zugegebenermaßen ungewöhnliche, aber extrem schmackhafte Pasta-Version (Rezept siehe unten), wurde nicht von einem italienischen Weißwein, sondern von einem Chenin blanc von der Loire begleitet.

Von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer
Es mag verrückt klingen, aber in Ligurien ist das ein heiß geliebtes Gericht. Dafür benötigt man schmale Bandnudeln oder feine Spaghetti – keine Eiernudeln, die schnell gar sind, sondern bissfeste Hartweizenpasta. Das ist wichtig, damit die Garzeit stimmt: Die Nudeln werden näm-lich mit Kartoffelscheiben zusammen gekocht. Zum Schluss werden auch noch feine Streifen von grünen Bohnen mitgegart, und am Ende wird alles mit einem Basilikumpesto vermischt. Das färbt alles leuchtend grün – und es duftet verführerisch und schmeckt unglaublich gut.

Zutaten für vier Personen:
300 g Hartweizengrießnudeln (Spaghetti oder schmale Bandnudeln wie Trenette) Salz 250 g neue, fest kochende Kartoffeln 250 g breite, grüne Bohnen

Grünes Pesto:
1 dicker Bund Basilikum 50 g frisch geriebener Parmesan 1 kleine Handvoll junger Knoblauchzehen 30 g Pinienkerne Pfeffer Salz 100 g Olivenöl
Einen großen Nudeltopf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Sobald es wallend kocht, das Wasser stark salzen und die Pasta hineingeben.
Unterdessen die Kartoffeln schälen, in halbfingerdicke Scheiben schneiden. Nach der halben Garzeit der Pasta die Kartoffeln in den Nudeltopf geben. Die Bohnen putzen, schräg in schmale Streifen schneiden. Nach einer weiteren Minute zur Pasta in den Topf geben mit mitgaren.
Für das Pesto die Blätter von den Stielen zupfen, mit Parmesan, Pinienkernen, geschältem Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl in einen schmalen hohen Mixbecher füllen. Mit dem Mix-stab alles glatt mixen und am Ende einen Schuss Kochwasser mitmischen.
Sobald die Pasta bissfest ist, diese in ein großes Sieb schütten, aber nicht abtropfen lassen, sondern tropfnass zurück in den Topf füllen. Das Pesto zufügen und alles rasch mit zwei gro-ßen Löffeln vermischen. Dabei so viel Kochwasser untermischen, bis die Pasta von einer cremi-gen, leuchtend grünen Soße umhüllt ist. Dann unverzüglich in tiefe Teller verteilen und servie-ren.

Wichtig: Die Pasta darf keine Sekunde stehen, sondern muss sofort verspeist werden. Dann duftet und schmeckt sie einfach unwiderstehlich.


Neue Kartoffeln mit Pasta & Pesto

Samstag, 16. Juni 2012

Jos. Christoffel jr.: 1999er Graacher Domprobst Riesling Spätlese

Sehr helles, lichtes Grüngelb. In der Nase viel Riesling- und Schieferwürze, exotische Früchte, etwas Honigwabe. Im Mund schöne Frucht und Würze, hat Spiel und Eleganz, die durchaus cremig unterfüttert ist; sehr präsente, aber wunderbar eingebundene Säure, lagen- und erzeugertypische Stilistik, wirkt leicht und ist doch von großer aromatischer Intensität. Derzeit wohl auf dem Höhepunkt, bleibt aber sicher noch 5-10 Jahre in dieser Form.
AP Nr. 2 602 144 7 00    7,5% Alc.



Bewertung: 18,5/20
Preis: 7,50 Euro
Bezug: ab Weingut Christoffel, Ürzig

Sonntag, 10. Juni 2012

Ende der Spargelsaision


Nach 8 Wochen Ernteszeit beendete an diesem Wochenende der Spargelhof Landerer die Saison. Grund genug, den in dieser Zeit allsonntäglichen Genuß hier einmal zu dokumentieren.

Das Rohmaterial: Gut 1kg für 2 Personen



Das Schälen erfolgt im Freien von Hand und ...



...nicht in Landerers Schälmaschine


Die ersten Himbeeren aus eigener Zucht gab es auch schon


Der Spargel vor dem Dämpfen


Zum Spargel gabe es heute Schweinefilet


importiert aus der Metzgerei Stippler in Beselich


12 Minuten im Dampfgarer ohne jegliches weiteres Gewürz


Voilà!