Samstag, 28. April 2012

Hahnmühle: 2009er Gäseritsch Weißburgunder Spätlese trocken

Kräftiges, klares Gold, etwas süße Frucht in der Nase, dominant vegetabile, laktische Noten. im Mund feinfruchtig, geschmeidig, die gemüsigen Noten setzen sich fort. Mittlere Länge.
AP Nr. 7 786 010 04 10   12,5% Alc.

Bewertung: 16,5/20 Punkte
Preis: 8,80 Euro

Sonntag, 22. April 2012

Talento Arunda Vivaldi Extra Brut (Wiederverkostung)

Relativ kräftiges Gelb , sehr feine Perlage. In der Nase ein Strauß von hochreifen Gelbfrüchten, reifer Apfel und etwas Brioche. Sehr elegant und gut strukturiert, vornehme, ausgewogene Art, ein wirklich trockener Schaumwein.
Der Eindruck ist sogar noch  etwas stärker als gegenüber der erstenVerkostung am 18.02.2011.

Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis: 17,90 Euro
Bezug: Harald Bremer

Sonntag, 15. April 2012

Chateau de Roquefort: 2004er Rubrum obscurum

Sehr dichtes, intensives Rubin. Dem Glas entströmt ein opulenter, überwältigender Duft: da grüßt ein orientalischer Gewürzbasar, viel rote Frucht, etwas Sauerkirsche, und das alles umwoben von feiner Holzvanille mit ganz dezent spürbaren animalischen Noten. Diese exklusiven, hochkomplexen Bukett entspricht ein ebensolcher Mundeindruck. Wunderbar kühle, intensive Frucht (trotz 14% Alc.), seidige Tannine, perfekte, druckvolle Statur und ein überzeugender, extrem langer Nachhall.




Bewertung: 19/20 Punkte
Preis: 29,90 Euro
Bezug: Weinhalle, Nürnberg

Das Etikett verspricht nicht zu viel - ein echter Vin de Garde aus alten Grenache, Carignan und Mourvèdre-Reben- der mich an beste Exemplare meines Favoriten des Südens, den Mas de Daumas Gassac, erinnert. Eigentlich müsste man einmal mehr als 19 Punkte geben. Ich bin begeistert von diesem wirklich "obskuren" Rotwein.

A propos Etikett: Ein interessante Betrachtung hierzu liefert drunkenmonday.

Samstag, 14. April 2012

Patrick Piuze: 2008er Chablis Terroirs de Chicée

Lichtes Gelb mit grünlichen Reflexen, in der Nase dezente Zitrusnoten, sehr frische Mineralität. Im Mund zeigt sich ein sehr schlanker. präziser Wein, dominiert von der laserartig geschliffenen Säure, die von feinen Fruchtnoten umspielt wird. Man nimmt Zitursaromen und etwas frischen Apfel war. Mit etwas Luft öffnet sich der Wein etwas und offenbart mineralische Anklänge und dezente Feuersteinnoten im Abgang.




Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 13,50 Euro
Bezug: Weinhalle, Nürnberg

Der Wein wirkt zunächst unzugänglich, klein, hart und säurelastig. Mit etwas Luft und einiger Gewöhnung zeigt er aber seine Stärken. Ein hochintellektueller und dabei zugleich minimalistischer Ausdruck des Terroirs, absolut blitzsauber und präzise. Weinfreunde ohne Säurephobie sollten sich diesen Genuss nicht entgehen lassen. Man stelle sich dazu frisches Meeresgetier (Austern, Muscheln, Krebse etc.) vor.