Dichtes Rubin mit Granatreflexen. In der Nase viel dunkle Beerenfrucht und balsamische Noten, aber auch etwas Mineralität. Am Gaumen schöne, klare Frucht, dank einer belebenden Säure. Samtige, weiche, aber komplexe Tanninstruktur, gute Harmonie.
Ein wirklich attraktiver und facettenreicher Wein aus der Rebsorte Agioritiko.
Wir wünschen Griechenland mehr solcher Exportprodukte zur Stabilisierung der Leistungsbilanz und Freude aller europäischen Weintrinker aus Gläubigerstaaten.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 9,16 Euro
Bezug: Grapo, Duisburg
Freitag, 28. Dezember 2012
Donnerstag, 27. Dezember 2012
Vigna del Cristo 2011 - Lambrusco di Sorbara
Helles Rubin bis Koralle. In der Nase extrem fruchtbetont. Kirsche, Fruchtdrops, aber auch Anklänge von Marzipan. Sehr frisch, schönes CO2, angenehm herbe Art, keinerlei störende Restsüße; unkompliziert, harmonisch und extrem süffig.
Flasche Nr. 36.568 von 65.000; 12% Alc.
Bewertung: 16,5/20 Punkte
Preis: 8,90 Euro
Bezug: Harald Bremer
Flasche Nr. 36.568 von 65.000; 12% Alc.
Bewertung: 16,5/20 Punkte
Preis: 8,90 Euro
Bezug: Harald Bremer
Mittwoch, 26. Dezember 2012
Edelbrennerei Dirker, Mömbris: Bohnapfelschaumwein "Memescher Appelsäckt"
Flaschengärung von Hand gerüttelt; 6,4% Alc.
Bewertung: 16/20 Punkte
Preis: ca. 8 Euro
Bezug: Edelbrennerei Dirker, Mömbris
Weihnachtsplätzchen 2012
Die Weihnachtsplätzchenkollektion 2012 war noch üppiger als im letzten Jahr. Neben den altbekannten Klassikern wurden wieder neue Sachen ausprobiert, die in den meisten Fällen auch in der nächsten Kampagne weiterverfolgt werden dürften. 3 neue Rezepte sind dem sehr anregenden Genußblog Cili und Ciabatta zu verdanken.
Nachfolgend die einzelnen Sorten (von links nach rechts).
Schoko-Quitten-Plätzchen - Jelängerjelieber - Rugelach - Schwarzweißgebäck - Limettenschnitten -
Nußmakronen (Mandel und Walnuss) - Spekulatius
Lebkuchensterne - Wiener Hörnli - Kokosmakronen - Nußsterne - Luxemburgerli
Spritzgebäck - Austecherli - Himbeerschnittchen
Rezepte kann ich bei Bedarf gerne zur Verfügung stellen.
Dienstag, 25. Dezember 2012
Valter Musso: Barbaresco "Bricco Rio Sordo" 2009
Relativ helles Rubin, minimaler Wasserrand. In der Nase Schwarzkirsche, dezente Holzvanille und im Hintergrund auch etwas Unterholz und Anklänge an feuchtes Laub. Sehr eleganter Antrunk, belebende Säure, facettenreiches Mundgefühl mit feinen, sehr samtigen Tanninen. Der Schwerpunkt liegt auf Eleganz und Finesse. Ein exzellenter, sehr authentischer Speisenbegleiter (Roastbeefrouladen mit Speckböhnchen und Kartoffeln), braucht etwas Luft. 14% Alc.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 18,50 Euro
Bezug: Harald Bremer
Montag, 24. Dezember 2012
Pinot-Sekte zu Heiligabend
Das Christkind wurde heute mit zwei Schäumern begrüßt, die jeweils als Pinot-Cuveé als adäquater Champagner-Ersatz herhalten müssen und auch können.
Staatsweingut Meersburg: 2010er Pinot brut
Blasses Gelb, mittelfeine Perlage. In der Nase viel gelbe Frucht, etwas Zitrus; Am Gaumen herb-fruchtige Art dank sparsamer Dosage, erspürbarer mineralischer Kern. Sehr schöner Pinot-Cuveé-Sekt, bei dem nur das etwas grobe Mousseux stört.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis: 15 Euro
Bezug: Staatsweingut Meersburg
Sektgut St. Laurentius: 2008er Burgunder Cuveé brut
Intensives Gold mit eher lachsfarbenen Reflexen, sehr feine CO2-Bläschen. Opulentes Bukett, dominiert von Himbeer- und Erdbeernoten. Am Gaumen gleichmäßig-geschmeidig, feiner mineralischer Akzent, spürbare Restsüßeabrundung. 12% Alc.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 11 Euro
Bezug: Sektgut St. Laurentius
Jos. Christoffel jr.: 1994er Erdener Prälat Riesling Auslese ***
Intensives Gold mit grünlichen Reflexen. Klassische Prälat-Nase, im Kern Steinobst und Reseda-Noten. Edel-aristokratische, elegante Art, tanzt mit Leichtigkeit auf der Zunge; schöne Rieslingfrucht mit immer noch belebender Säure, intensive, lagen- und winzertypische Aromatik, überzeugender Nachhall. Ein unter dem Weihnachtsbaum sehr schön zu trinkender Wein. Fröhliche Weihnachten!
APNr. 2 62 144 1095 8% Alc.
Bewertung: 18,5/20 Punkte
Preis: 18 Euro
Bezug: ab Weingut Christoffel, Ürzig
Sonntag, 23. Dezember 2012
2002 Chateau Palmer 3eme Cru Classe
Dichtes, mustergültiges Rubin ohne Spur eines Wasserrandes. Klassisches Bukett, dominiert von Zedernholz und Zigarrenkiste (Havanna), perfekt unterstützt von Holzvanille. Dichte, intensive Frucht, die sich noch gegen die (sehr feinkörnigen) Tannine behaupten kann, sehr präzise und doch geschmeidig, schöne Tiefe und Länge, großer Nachhall, steht noch am Anfang seiner Entwicklung.
Bewertung: 18,5/20 Punkte mit Potential für 19 Punkte
Preis: 62,50 Euro in Subskription, Marktpreis heute ca. 130 Euro
Bezug: C & D Weinhandelsgesellschaft
Ein wunderschöner, klassischer Bordeaux, über dessen Preis-Leistungs-Verhältnis man allerdings nicht lange reden muss.
Bewertung: 18,5/20 Punkte mit Potential für 19 Punkte
Preis: 62,50 Euro in Subskription, Marktpreis heute ca. 130 Euro
Bezug: C & D Weinhandelsgesellschaft
Ein wunderschöner, klassischer Bordeaux, über dessen Preis-Leistungs-Verhältnis man allerdings nicht lange reden muss.
Süßweine aus roten Trauben
Verkostet wurden heute zwei aus roten Trauben bereitete Süßweine vom Neusiedlersee. Bezugsweine für beide Weine ist der Süßweinspezialist Dessertweine aus Regensburg
Ing. Berthold Haider, Apetlon: 2010er Blaufränkisch Eiswein
Sehr helles Kupfer, ausladend himbeerduftige Nase. im Mund sehr geschmeidig und gleichmäßig, nicht (wie sonst häufig bei Eisweinen) hervorstechende, gut integrierte Säure. Schmeichelnde, üppige Süße, in der Frucht erinnernd an frisch gekochte Himbeer- und Erdbeerkonfitüre. Für einen Eiswein gute bis mittlere Intensität, sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, für eine höhere Bewertung fehlt allerdings das "gewisse Etwas".
LE 2584/11 9,5% Alc.Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis: 15,90 Euro/0,375l
Weinlaubenhof Kracher, Illmitz: 2010er Zweigelt Beerenauslese
Helles Korallenrot, Nase eher verhalten, dezente feine Himbeerfrucht. Wirkt im Mund durchaus als Rotwein, spürbare Gerbigkeit, die mit der Kirsch- und Himbeerfrucht gut interagiert, beim zweiten Schluck auch Zwetschenkompott mit Zimt und Nelke zu erspüren; beachtenswerte Länge und Tiefe, ein schöner Wein zu Desserts mit Schokolade: wiederum extrem gutes Preis-Leistungsverhältnis.
LE 5611/11 9,5% Alc.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 13,50 Euro/0,375l
Azienda Agricola San Giovanni: Lugana Brut DOC
Helles Gelb mit grünlichen Reflexen, sehr feines, eher zurückhaltendes Mousseux. In der Nase vollreifer Apfel, aber kein Muffton, frisch gebackenes Weißbrot. Sehr gefällig im Antrunk, spannende Balance von Körper und dezenter Frucht, sehr animierende Art, adäquater Champagner-Ersatz.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 14,50 Euro
Bezug: Harald Bremer
Samstag, 22. Dezember 2012
1999er Domaine du Grand Tinel Chateauneuf du Pape
Mittleres Rubingranat mit Wasserrand. In der Nase reifes Bukett mit Anklängen von Leder, Tabak Holzvanille und Orangenzesten. sehr elegante Art, sehr lebendig durch eine aromatische Säure, feine, eher dezente Frucht, minimal störend wirkt eine nicht erklärliche Bitternote. Erinnert stilistisch eher an eine klassische Rioja-Reserva (z.B. Vina Ardanza) als an die heute üblichen Blockbuster von der südlichen Rhone. Die 14% Alkohol spürt man überhaupt nicht.
Bezug: gekauft im Handel vor Ort.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis: 12,50 EuroBezug: gekauft im Handel vor Ort.
Mittwoch, 19. Dezember 2012
Emrich-Schönleber: 2010er Monzinger Halenberg Riesling Auslese
Unauffälliges, glänzendes Grün-gelb. In der Nase besticht ein exotischer Fruchtcocktail, der aber eher distinguiert-zurückhaltend denn vorlaut daherkommt. Im Mund ein Erlebnis üppig-fülliger Frucht, die von einer rassigen Säure belebt wird; die Restsüße bleibt eher im Hintergrund. Idealtypische Auslese in "langer Goldkapsel"-Qualität, die sich bereits jetzt sehr gefällig trinkt.
APNr. 7 748 06 16 11 8% Alc.
Bewertung: 18,5/20 Punkte
Preis:
Bezug: Ab Weingut Emrich-Schönleber
APNr. 7 748 06 16 11 8% Alc.
Bewertung: 18,5/20 Punkte
Preis:
Bezug: Ab Weingut Emrich-Schönleber
Sonntag, 16. Dezember 2012
Marques de Grinon - Dominio de Valdepusa: 1999er Petit Verdot
Vino de Mesa Tinto de Toledo. Flasche Nr. 13114 von insgesamt 19815; 13,5% Alc.
Bewertung: 18,5/20 Punkte
Preis: 20 Euro
Bezug: Kölner Wein-Depot
Samstag, 15. Dezember 2012
2007er Les Alcusses D.O. Valencia
Dichtes Rubin mit violetten Reflexen. Rote Früchte und Brombeere in der Nase, die auf etwas Lakritze endet. Im Mund dichtgepackte, aber eher kühle Frucht, schöne Würze, begleitet von etwas Marzipan; kraftvolle, insgesamt vielleicht etwas derbe Art, überzeugender Nachhall.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 9,90 Euro
Bezug: Wein und Vinos
Brände von der Mirabelle
Mirabell 42% Alfred Porr, Duchroth, Weingut, Brennerei und Gastwirtschaft
Nase eher verwaschen nach Mirabelle, etwas spritig, im Mund doch sehr sanfte, milde Art, das Fruchtbild ist jedoch nicht besonders klar und eher unsauber.
Bewertung: 15/20 Punkte
Schlater Mirabelle 42% Jörg Geiger, Schlat
Eher herbe Mirabelle in der Nase, sehr reintönig im Mund; schöne weiche Frucht, sanft und edel.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 17 Euro/0,35 l.
Bezug: Jörg Geiger
Edelbrand von der Mirabelle 40% Hubertus Vallendar, Kail
Absolut reintönige, eher süße Mirabellenfrucht in der Nase. Im Mund ausgewogen und mild, extrem präzise und klare Frucht.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis:
Bezug: Hubertus Vallendar
Freitag, 14. Dezember 2012
Weihnachtsbäckerei: Wiener Hörnli
Ein Klassiker in unserer Weihnachtsbäckerei sind die sogenannten "Wiener Hörnli" - ein Rezept, das meine Großmutter in ihrer Jugend aus der Schweiz mitgebracht hat. es handelt sich um Vanillekipferl mit einem hohen Mandelanteil und relativ wenig Zucker.
Rezept und Zutaten |
Die Kenwood in Aktion |
Butter und Zucker schaumig geschlagen |
Der fertige Teig muss kühl ruhen |
Die Hörnchen vor... |
...und nach dem Backen |
In Reih und Glied mit Puderzucker bestäubt |
Das Ergebnis in der Dose |
Montag, 10. Dezember 2012
Same procedure as... - Weihnachtsweine bei ALDI-Süd
In dieser Woche war es wieder soweit - AlDI-Süd präsentiert seine Weihnachtsdelikatessen und die entsprechenden Weine. Das Angebot hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert: Es gibt u.a. einen Barolo, einen Brunello, den obligatorischen Bordeaux, Südafrika und natürlich Spanien. Wie schon 2011 habe ich aus Solidarität bei den Spaniern zugegriffen und zwei preisgünstige Weine mit nach Hause genommen, die sogleich verkostet wurden.
2011er Azumbre Vinedos Centenarios Verdejo D.O. Rueda
Sehr helles lichtes Gold. In der Nase Akazienblüte, Stachelbeere und einen Hauch von Brennessel. Der Wein wirkt im Mund sehr frisch und säurebetont, schmeckt zunächst nach weißem Pfirsich und Stachelbeere sowie Rhabarberkompott. Es zeigt sich ein fester, druckvoller mineralischer Kern mit kräuterigen und salzigen Elementen. Insgesamt ein eigenwilliger Weintyp, auf den man sich einlassen muss. Sehr intensiver, kraftvoller Nachhall, der den ganzen Mund ausfüllt. 13% Alc.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 4,99 Euro
Diesen Wein von der Agricola Castellana wollte ich eigentlich bereits im letzten Jahr probieren, und auch die Halsschleife mit 89 Parker-Punkten hat mich nicht abgeschreckt. Es verwundert, dass die Manager von ALDI ihn wieder ins Sortiment genommen haben, denn er entspricht überhaupt nicht dem gefälligen Sortentyp für den Durchschnittskonsumenten. Das gilt eher für den
2009er Titanes Crianza D.O. Catalunya
Mittleres, glänzendes Rubin mit violetten Reflexen. Nase geprägt von Sauerkirsche und Brombeerfrucht, ein Hauch von Bittermandel mit Küchenkräutern. Im Mund sehr trinkig, viel Frucht, aber auch polarisierend adstringierende, kräuterige Elemente. Insgesamt elegante, unkomplizierte Art, geprägt von der Garnacha, saubere, schöne Basisqualität; 14% Alkohol sind kaum zu spüren.
Bewertung: 16,5/20 Punkte
Beide Tropfen kann man in jedem Fall zum Kauf empfehlen; insbesondere der Verdejo bietet ein für den Alltagsweintrinker ungewohntes und authentisches Geschmackserlebnis. Die Warnungen von Jens Priewe vor den ALDI-Weinen schlage ich also auch diesjährig in den Wind, konzediere allerdings, dass man an Weihnachten diese Weine nicht unbedingt vermissen würde.
2011er Azumbre Vinedos Centenarios Verdejo D.O. Rueda
Sehr helles lichtes Gold. In der Nase Akazienblüte, Stachelbeere und einen Hauch von Brennessel. Der Wein wirkt im Mund sehr frisch und säurebetont, schmeckt zunächst nach weißem Pfirsich und Stachelbeere sowie Rhabarberkompott. Es zeigt sich ein fester, druckvoller mineralischer Kern mit kräuterigen und salzigen Elementen. Insgesamt ein eigenwilliger Weintyp, auf den man sich einlassen muss. Sehr intensiver, kraftvoller Nachhall, der den ganzen Mund ausfüllt. 13% Alc.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 4,99 Euro
Diesen Wein von der Agricola Castellana wollte ich eigentlich bereits im letzten Jahr probieren, und auch die Halsschleife mit 89 Parker-Punkten hat mich nicht abgeschreckt. Es verwundert, dass die Manager von ALDI ihn wieder ins Sortiment genommen haben, denn er entspricht überhaupt nicht dem gefälligen Sortentyp für den Durchschnittskonsumenten. Das gilt eher für den
2009er Titanes Crianza D.O. Catalunya
Mittleres, glänzendes Rubin mit violetten Reflexen. Nase geprägt von Sauerkirsche und Brombeerfrucht, ein Hauch von Bittermandel mit Küchenkräutern. Im Mund sehr trinkig, viel Frucht, aber auch polarisierend adstringierende, kräuterige Elemente. Insgesamt elegante, unkomplizierte Art, geprägt von der Garnacha, saubere, schöne Basisqualität; 14% Alkohol sind kaum zu spüren.
Bewertung: 16,5/20 Punkte
Beide Tropfen kann man in jedem Fall zum Kauf empfehlen; insbesondere der Verdejo bietet ein für den Alltagsweintrinker ungewohntes und authentisches Geschmackserlebnis. Die Warnungen von Jens Priewe vor den ALDI-Weinen schlage ich also auch diesjährig in den Wind, konzediere allerdings, dass man an Weihnachten diese Weine nicht unbedingt vermissen würde.
Samstag, 8. Dezember 2012
1989er Chateau Cantemerle Haut Medoc
Rubingranat mit Wasserrand, eher matte Farbe. Hochreifes Bukett mit Tabak und Zedernholz. Sehr geschmeidiges, weiches Mundgefühl mit abgeschliffenen Tanninen, steht m.E. bereits etwas jenseits seines Reifehöhepunktes. Im Mund spürt man zunächst vor allem wieder Zigarrenkiste und Graphitnoten, dann dreht der Wein noch einmal auf und zeigt eine Ahnung seiner ursprünglichen Frucht. Ein wirklich klassischer Medoc, getrunken zum Wildschweinragout, aber auch als Meditationswein geeignet. Überzeugender Nachhall. 12,5% Alc.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 29,30 DM
Bezug: Weinland Keiler
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 29,30 DM
Bezug: Weinland Keiler
Feiler-Artinger: 1993er Ruster Ausbruch
Bernstein-karamellfarben, steht immer noch glänzend im Glas. Reife kandierte Frucht in der Nase, anfangs etwas gestört durch einen stechende, alkoholische Note. Im Mund viel konzentrierte Frucht, sehr plastisches Süße-Säure-Spiel, hohe Reife, abgerundet von einer edlen Bitternote.
LE 7463/94 13% Alc.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 26,20 DM/0,375l
Bezug: Vinorama
LE 7463/94 13% Alc.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 26,20 DM/0,375l
Bezug: Vinorama
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Alzania Reserva 2005 Navarra
13,5% Alc.
Bewertung: 17,5/ 20 Punkte
Preis:
Bezug: Silkes Weinkeller
Sonntag, 2. Dezember 2012
Quartodisole 2008 - Aglianico Campania IGT
Sehr dichtes, dunkles Rubin. Üppige Beerenfrucht, etwas Cassislikör, Leder und ganz leicht eine typische Pferdeschweißnote. Im Mund sehr füllig und komplex, noch viel zu jugendlich; tragende Säure, die dem Wein eine gute Zukunft verheißt. Viel rote und schwarze Frucht, die einen kräftigen, aber sehr feinkörnigen Tanninfonds umspielt, sehr konzentierter Wein, der einen fast ein bißchen satt macht.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis:
Bezug: Harald Bremer
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis:
Bezug: Harald Bremer
Samstag, 1. Dezember 2012
Domaine Huet: Vouvray "Le Mont" Sec 2011
Intensiv glänzendes, helles Gold. Sehr feingliedrige Nase, zunächst Akazienblüte und etwas Waldhonig, später auch reife Birne und Vanille. Im Mund offenbart sich eine sehr intensive Aromatik mit einer perfekt integrierten, aber animierenden Säure: hervorragend ausbalanciert, wieder Akazienblüte und reifer Apfel, sehr kraftvoller, dynamischer Nachhall. 13,5% Alc.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 19,90 Euro
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Freitag, 30. November 2012
Sektgut St. Laurentius: Cremant Brut 2009
Dunkles Gold mit Bernsteinreflexen, sehr feine Perlage. In der Nase dezente Himbeerfrucht, durchaus erkennbare Pinot-Note. Im Mund dominant fruchtbetont, animierende Art - ein Sekt, der die Fruchtkomponente herausstellt.
AP Nr. 3 529 314 3 11 12,5% Alc.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 12 Euro
Bezug: Sektgut St. Laurentius
AP Nr. 3 529 314 3 11 12,5% Alc.
Preis: 12 Euro
Bezug: Sektgut St. Laurentius
Weinprobe in der "Höll"
Nach einem Rundgang durch die unterirdischen Gewölbe der
Weinkellerei zum Muke „in der Höll“ in Ravensburg gab es Gelegenheit zu einer
Weinprobe mit ausschließlich französischen Kreszenzen, dem Schwerpunkt des dort
beheimateten Weinhandels. Insgesamt konnten wir in vier Flights mit jeweils
zwei Proben jeweils vier Rot- und Weißweine verkosten. Vorher wurden zur
Begrüßung bereits ein Rosé Brut und beim Rundgang eine trockene Ruländer
Spätlese aus dem Jahrgang 1985 probiert, die im eigenen Keller ausgebaut und
abgefüllt worden war.
2009er
Chevalier Haut Sadillac (Sauvignon blanc)
Helles
Grüngelb, frische Nase, dominant Brennessel im Bukett. Am Gaumen dicht und
schmelzig mit einer feinen grasigen Note, wirkt rund und ausgeglichen, baut aber
mit etwas Luft durchaus Spannung auf.Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 6,50 Euro
2010er
Domaine Gibault Sauvignon Platine
Helles Gold,
reifes Sauvignon-Bukett. Sehr schlank am Gaumen, dabei von intensiver
Mineralität geprägt, kraftvolles, präzises Spiel, respektabler Nachhall.Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis: 9,50 Euro
1988er
Muscadet de Sevre et Maine sur Lie, Domaine de la Frutière
Recht
dezentes Bukett, schlanke Art, für das Alter noch sehr lebendige Säure,
insgesamt eher einfach gestrickt.Bewertung: 16/20 Punkte
Preis: 19 Euro
1993er
Chateau la Fleur Jonquet, Graves
Deutliches
Alterungsbukett mit reifem Apfel und etwas gerösteter Mandel. Wirkt überlagert
und überreif, nussig, noch erkennbarer mineralischer Kern.Bewertung: 15/20 Punkte
Preis: 24 Euro
2001er
Chateau La Borderie, Cotes de Francs
Intensives,
dichtes Rubin. Bordeauxtypisches Bukett mit Elementen von Graphit, Zigarre und
etwas grünem Paprika. Wirkt im Mund eher schlank wie ein klassischer Bordeaux
aus einem schwächeren Jahrgang; schöne Röstaromatik, präzise strukturiert.
Kleiner, aber sauber gemachter Wein.Bewertung: 16,5/20 Punkte
Preis: 7,90 Euro
Bewertung: 16,5/20 Punkte
Preis: 5,90 Euro
2009er Domaine Forca Real, Cotes du
Roussillon Villages
Glänzendes, dunkles
Rot im Glas. Extrem üppige Nase mit dunkler Beerenfrucht, Holzvanille und etwas
Cassis; spürbare, aber nicht unangenehme Anklänge von Pferdeschweiß. Am Gaumen
zeigt der Wein eine dichtgepackte Frucht mit einem sehr festen Kern bei sehr
schöner Fülle und überzeugender Nuancierung. Weiche, bereits sehr zugängliche
Tanninstilistik, macht trotz seiner üppigen Art nicht satt; gute Prognose.Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 9,90 Euro
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 14,90 Euro
Die Probe
zeigt einen schönen Spannungsbogen des französischen Weinbaus auf, wobei Licht
und Schatten nahe beieinander liegen. Positiv hervorzuheben bei den Weißweinen ist
der Sauvignon Platine von der Domaine Gibault und im roten Segment der Wein der
Forca Real. Beide Weine bieten hohen Trinkgenuss bei moderaten Preisen. Sehr
schwach punkteten dagegen selbst für mich als passionierten „Altweintrinker“
die beiden Weißweine des zweiten Flights. Insbesondere der Weißwein aus dem Graves
wirkte deutlich gezehrt und ist den geforderten Preis nicht mehr wert.
Mittwoch, 28. November 2012
Matthias Kiefer: 2011er Ballrechten-Dottinger Castellberg Weißburgunder Kabinett trocken
Sehr helles, lichtes Gold, schöne, feinfruchtige Nase mit etwas Grapefruit und Mirabelle. Sehr schlank im Mund; säurebetont und noch jugendlich von der Hefe geprägt, süße Frucht, insgesamt relativ einfach gestrickt, kleiner Nachhall.
APNr. 807/06712 12,5%
Bewertung: 16/20 Punkte
Preis ab Weingut: 5,50 Euro
Bezug: Geschenk
APNr. 807/06712 12,5%
Bewertung: 16/20 Punkte
Preis ab Weingut: 5,50 Euro
Bezug: Geschenk
Sonntag, 25. November 2012
Umathum: Zweigelt 2011
Dunkles, fast violettes Rot. In der Nase vollfruchtiger Kirschduft (Schattenmorelle), unterlegt mit Marzipan, aber auch kräuterige Noten. Angenehmes Mundgefühl, schöne, sehr frisch wirkende Balance von Frucht (Kirsche, Cassis) und Gerbigkeit. Im Hintergrund finden sich durchaus grasige und herb-bittere Anklänge, die aber nicht unangenehm wirken. Druckvolle Spannung, wirkt noch sehr jugendlich-ungestüm.
Bewertung: 17/20
Preis im Fachhandel: 10-11 Euro
Getrunken im Restaurant Lamm im Kau.
Bewertung: 17/20
Preis im Fachhandel: 10-11 Euro
Getrunken im Restaurant Lamm im Kau.
Samstag, 24. November 2012
Nino Negri: Valtellina Superiore Riserva 1990
Sehr helles Rubingranat. In der Nase rohes Fleisch, Blut, Unterholz, aber auch Nuancen von Rumtopf und balsamische Noten. Am Gaumen wirkt der Wein sehr ausgewogen, man schmeckt etwas milden Tabak und Johannisbeerfrucht, die eine verspielte Säure begleiten. Alles ist sehr harmonisch, ausgewogen und rund, zeigt aber trotzdem Präzision. Insgesamt eine feine Alterungsaromatik mit leichtem Goudron-Ton, die an einen klassischen Barolo erinnert. 12,5% Alc.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis: 12,50 DM
Bezug: ab Kellerei Nino Negri
Bezug: ab Kellerei Nino Negri
Sonntag, 18. November 2012
M&S Ogier D'Ampuis: Viognier de Rosine 2010
Helles, lichtes Goldgelb. Im ersten Naseneindruck dezente Mineralität, nasser Stein, leicht kräuterige Würze; mit etwas Luft zeigt sich eine feine Vanillenote und schmeichelnde gelbe Frucht. Die extrem differenzierte Stilistik setzt sich am Gaumen fort. Der Wein wirkt sehr schlank und straff, fällt positiv auf durch eine geschliffene Säure und nuancierte Mineralität, die von einer zarten Gelbfruchtaromatik umspielt wird. Insgesamt ein eher anspruchsvoller, intellektueller Wein, der den Weinfreund durchaus herausfordert. Vin de Pays (!) 12,5% Alc.
Bewertung: 18,5/20 Punkte
Preis: 19,90 Euro
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Samstag, 17. November 2012
D'Angelo: 1991er Vigna Caselle Aglianico del Vulture Riserva
Recht helles Rubingranat. In der Nase balsamische Noten, etwas Honigwabe, Cassislikör, dezente Holzvanille, zeigt insgesamt ein attraktives Altersbukett. Sehr geschmeidiges Mundgefühl, ist auch nach 20 Jahren sehr lebendig durch eine präsente Säure, delikate abgeschmolzene Tannine, schöner Nachhall, fein gereift. 13% Alc.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis: 17,95 DM
Bezug: Stella Weinimport
Bezug: Stella Weinimport
Freitag, 16. November 2012
Immich-Batterieberg: Escheburg 2009
Helles, lichtes Gold mit leicht grünlichen Reflexen. Intensive Schieferwürze in der Nase, auch im Mund viel Würze und Mineralität. Geschmeidig und saftig, spürbare, fast mollige Restsüße deutlich jenseits des habtrockenen Bereichs; viel Frucht, insbesondere reife Ananas, ein kraftstrotzender, aber gezähmter Wein mit langem Nachhall, im echten Sinne gebietstypisch.
AP Nr. 2 581 397 02 10 11,5% Alc.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
AP Nr. 2 581 397 02 10 11,5% Alc.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis: 15,90 Euro
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Samstag, 10. November 2012
Angerhof Tschida: Beerenauslese Sauvignon blanc 2010
Bewertung: 18,5/20 Punkte
Preis: 15,80 Euro (!)
Bezug: gekauft bei Weinhalle, Nürnberg
auch erhältlich beim Süßweinspezialisten Dessertweine aus Regensburg
Bezug: gekauft bei Weinhalle, Nürnberg
auch erhältlich beim Süßweinspezialisten Dessertweine aus Regensburg
2004er Chateau Charmail Magnum
Glänzendes, mittleres Rubin. Typische Medoc-Nase mit viel Cassis, Zigarrenkiste und Noten von Graphit. Sehr dichtes Mundgefühl, klar strukturiert, elegant und feinfruchtig. Dank der sanften, schmeichelnden Tannine wirkt der Wein harmonisch und anregend, hat Kraft und zugleich Spiel.
Der Wein zeigt hervorragende Qualitäten und gewinnt durch Dekantieren (was man bei einer Magnum ja auch ohne Risiken ausprobieren kann). Er zeigt sich laut meiner Erinnerung nur leicht schwächer als der Charmail aus dem Jahrgang 2005.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 27,40 Euro/1,5l in Subskription
Bezug: Gute Weine
Der Wein zeigt hervorragende Qualitäten und gewinnt durch Dekantieren (was man bei einer Magnum ja auch ohne Risiken ausprobieren kann). Er zeigt sich laut meiner Erinnerung nur leicht schwächer als der Charmail aus dem Jahrgang 2005.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 27,40 Euro/1,5l in Subskription
Bezug: Gute Weine
Samstag, 3. November 2012
2010er Langenmorgen und Hermannshöhle im Vergleich
Im Wettstreit lagen heute zwei Weine aus Spitzenlagen der Nahe und der Pfalz: Ein Deidesheimer Langenmorgen GG aus dem von Winning'schen Weingut (hier bereits einmal verkostet) und die Niederhäuser Hermannshöhle aus dem Weingut Schneider (auch schon mal im Glas).
2010er Deidesheimer Langenmorgen GG (von Winning)
Lichtes Grüngelb mit goldenen Reflexen, feine Mineralität und Würze in der Nase, durchwebt von Zitrusnoten und grünem Apfel. Recht frischer Antrunk, opulente, aber keinesfalls ruppige Säure, wirkt sehr jugendlich mit viel Spiel, gutes Potential.
Bewertung: 18,5/20
Preis: 27 Euro
Bezug: Weinhaus Hack Meersburg
2010er Niederhäuser Hermannshöhle "Magnus" (Jakob Schneider)
Lichtes Gold, relativ reife Nase mit vollreifem Apfel und dezenter Rieslingwürze. Am Gaumen sehr kraftvoll, druckvoller mineralischer Kern, sehr viel Ausdruck, wirkt für den Jahrgang schon relativ weit gereift.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 14 Euro
Bezug: Weingut Jakob Schneider
Der Längenmorgen hatte m.E. klar die Nase vorn, war einfach klarer strukturiert und mit mehr Potential versehen. Irgendwie wirkt die Hermannshöhle aus dem Weingut Schneider trotz des intensiven und facettenreichen Ausdrucks dagegen etwas gereift oder sogar "gealtert"; vielleicht lag es ja auch an der Flasche. Insgesamt ist Kritik an diesen Weinen allerdings Jammern auf hohem Niveau, besser kann man sich einen trockener Riesling kaum vorstellen - und dann das Preisniveau beim Schneider'schen Wein...
2010er Deidesheimer Langenmorgen GG (von Winning)
Lichtes Grüngelb mit goldenen Reflexen, feine Mineralität und Würze in der Nase, durchwebt von Zitrusnoten und grünem Apfel. Recht frischer Antrunk, opulente, aber keinesfalls ruppige Säure, wirkt sehr jugendlich mit viel Spiel, gutes Potential.
Bewertung: 18,5/20
Preis: 27 Euro
Bezug: Weinhaus Hack Meersburg
2010er Niederhäuser Hermannshöhle "Magnus" (Jakob Schneider)
Lichtes Gold, relativ reife Nase mit vollreifem Apfel und dezenter Rieslingwürze. Am Gaumen sehr kraftvoll, druckvoller mineralischer Kern, sehr viel Ausdruck, wirkt für den Jahrgang schon relativ weit gereift.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: 14 Euro
Bezug: Weingut Jakob Schneider
Der Längenmorgen hatte m.E. klar die Nase vorn, war einfach klarer strukturiert und mit mehr Potential versehen. Irgendwie wirkt die Hermannshöhle aus dem Weingut Schneider trotz des intensiven und facettenreichen Ausdrucks dagegen etwas gereift oder sogar "gealtert"; vielleicht lag es ja auch an der Flasche. Insgesamt ist Kritik an diesen Weinen allerdings Jammern auf hohem Niveau, besser kann man sich einen trockener Riesling kaum vorstellen - und dann das Preisniveau beim Schneider'schen Wein...
Donnerstag, 1. November 2012
Pasanau: Finca La Planeta 2006
Dichtes, intensiv durchgefärbtes, dunkles Rubin. Nase portweinähnlich, getrocknete Früchte und Rumtopf. Im Mund sehr viel Frucht und Feuer, intensiver, dichter Kern, den Mund erwärmender, aber nicht brandiger Alkohol. Der Wein ist geschmacklich geprägt von der Aromatik eines jungen Vintage-Port und eigtl. noch viel zu jung.
88% Cabernet Sauvignon und 12% Garnacha; 14,5% Alc. Die Rebsortenherkunft ist kaum schmeckbar und der Wein nach Tagen noch absolut frisch und intakt wie kurz nach dem Öffnen der Flasche.
88% Cabernet Sauvignon und 12% Garnacha; 14,5% Alc. Die Rebsortenherkunft ist kaum schmeckbar und der Wein nach Tagen noch absolut frisch und intakt wie kurz nach dem Öffnen der Flasche.
Preis: Euro
Bezug: Silkes Weinkeller
Mittwoch, 31. Oktober 2012
M & S Ogier D'Ampuis: 2010 Le Temps est Ventu
Dunkles Rubin mit violetten Reflexen. Sehr attraktive Nase mit roten Früchten, etwas Cassis, frisch gemahlenem Pfeffer und vornehmen Kräuternoten. Im Antrunk sehr rassig, vor allem durch eine prägnante, aber nicht vorlaute Säure; die Frucht erinnert an Sauerkirsche und etwas Bittermandel-Marzipan. Feine Textur, dabei eher kühl-erfrischend als sättigend: ein für die Herkunft eher ungewöhnlicher, attraktiver Wein, der auf jeden Fall sein Geld Wert ist.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 9,90 Euro
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Samstag, 27. Oktober 2012
Heymann-Löwenstein: 2008er Winninger Uhlen L (Laubach)
Glänzendes, reifes Gold, überwältigende Nase mit opulenter Frucht, würziger Schieferaromatik und druckvoller Mineralität. Am Gaumen sahnig-schmelzig, reife Frucht in fast barocker Textur und spürbarer Restsüße - sozusagen mit Perücke, Puder und Schminke. Man meint auch Botrytis schmecken zu können, obwohl der Weinhändler behauptet, der Jahrgang sei weitgehend botrytisfrei gewesen. Bei Heymann-Löwenstein weiß man nie.
Ein Wein, an dem sich die Geister scheiden dürften: sicherlich groß zu nennen, fast ein Gesamtkunstwerk, aber kein trockener Mosel-Riesling, wie sich der Mainstream ihn vorstellt: eher ein Mosel mit Pfalz-Allüren im besten Sinne.
AP Nr. 16581910709 13% Alc.
Bewertung: 18,5/20 Punkte
Preis: 27,50 Euro
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Sonntag, 21. Oktober 2012
Tardieu-Laurent: 2006er Cornas Coteaux (2)
Intensives, dichtes Rubin mit Granatreflexen.
Viel rote Frucht in der Nase, Waldbeerkompott, Anklänge von Rumtopf, gut unterstützt von sublimer Holzvanille.
Fruchtig-fülliges Mundgefühl, geprägt von urwüchsiger, aber gezähmter Kraft. Der Wein zeigt keine Spur von Härte und entfaltet sich schon wie bei der Erstverkostung mit Luftzufuhr. Seidige Tannine, großer Nachhhall.
Viel rote Frucht in der Nase, Waldbeerkompott, Anklänge von Rumtopf, gut unterstützt von sublimer Holzvanille.
Fruchtig-fülliges Mundgefühl, geprägt von urwüchsiger, aber gezähmter Kraft. Der Wein zeigt keine Spur von Härte und entfaltet sich schon wie bei der Erstverkostung mit Luftzufuhr. Seidige Tannine, großer Nachhhall.
Bewertung: 18,5/20 Punkte
Preis: 39 Euro
Bezug: Gute Weine
Samstag, 20. Oktober 2012
2011er Quinta de la Rosa
Unaufälliges, helles Grüngelb. In der Nase feine Würze, Küchenkräuter und eine gewisse florale Aromatik. Am Gaumen knochentrocken, aber sehr frisch; wiederum Blütenaromen, die eine salzige Mineralität umspielen. Feiner Schmelz vom Ausbau in neuen Barriques, schöne Balance. 60% Viosinho, 40% "andere" Rebsorten des Douro-Tals. 13,5% Alc.
Wenn die Leute keinen weißen Portwein mehr kaufen, kann man aus dem Trauben auch einen schönen Weißwein machen, wenn man es kann. Jorge Moreira kann es offensichtlich. Man denkt beim Genuß an Brandung und Meer: Daher ein überzeugender Wein zu Fisch und Meeresfrüchten.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
Preis: 11,80 Euro
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Wenn die Leute keinen weißen Portwein mehr kaufen, kann man aus dem Trauben auch einen schönen Weißwein machen, wenn man es kann. Jorge Moreira kann es offensichtlich. Man denkt beim Genuß an Brandung und Meer: Daher ein überzeugender Wein zu Fisch und Meeresfrüchten.
Freitag, 19. Oktober 2012
Isidoro Polencic: Refosco 2009 (Friuli Isonzo)
Dunkles, dichtes Kirschrot. Facettenreiche Nase mit Sauerkirsche, Kräutern, aber auch rauchigen Noten. Kühl, fast an Weißwein erinnernde Frucht, saftig-herb im Antrunk. Mit Luftzufuhr deutlich intensivere, herb-würzige Aromatik, unterlegt von Sauerkirschkonfitüre und Marzipannoten. Dicht, etwas wild und urwüchsig.
Bezug: Harald Bremer
Samstag, 13. Oktober 2012
Dr. Heger: 2008er Ihringer Winklerberg Chardonnay Spätlese trocken ***
Intensives, glänzendes Gold. Überwältigende , opulente Nase mit chardonnaytypischen Elementen (etwa Honigmelone und vegetabile Noten) ideal vom Barrique unterstützt. Im Mund sehr kraftvoll und expressiv, baut vielschichtige Spannung auf aufgrund seines gesunden Säuregerüstes. Die facettenreiche Frucht ist Dank Holzfaßausbau in eine sehr cremige Textur eingebettet, der Alkohol keinesfalls negativ spürbar. Großer Nachhall, ein wirklicher Chardonnay von Format.
APNr. 311-30-09 13,5% Alc.
Bewertung: 18,5/20 Punkte
Eine schöne Begleitung zu Bodenseefelchen mit Fenchel und Reis.
Freitag, 12. Oktober 2012
Chateau Moulin Haut Laroque 1999-2001
Eine Dreierserie des mittlerweile recht bekannten Chateau Moulin Haut Laroque aus dem Anbaugebiet Fronsac kam an diesem Abend zur Verkostung. Der Rebsortenspiegel wird von 65% Merlot bestimmt, was den Wein relativ früh zugänglich macht. 20% entfallen auf Cabernet Franc, 10% auf Cabernet Sauvignon und die restlichen 5% auf Malbec. Das die Weine von Jean-Noel Hervé trotzdem ein gutes Alterungspotential aufweisen, zeigte sich bei dieser Verkostung. Gemessen an den seinerzeit in den Medien (insb. das Magazin Vinum) ausgebrachten Lobeshymnen bin ich aber in der Bewertung eher zurückhaltend.
1999er Moulin Haut Laroque
Rubingranat. In der Nase Cassis und etwas Paprika, gut unterstützt durch Holzvanille. Etwas schwächere Struktur, viel Schokolade und Tabak, eher zurückhaltende Frucht, jetzt trinken. 13% Alc.
Bewertung: 16,5/20 Punkte
2000er Moulin Haut Laroque
Dichtes Rubinrot mit Granatreflexen am Rand. Cassis, Graphit, feine Holzvanille. Sehr feines Mundgefühl, wirkt gleichmäßig und sanft, reife, durchaus samtige Tannine, guter Nachhall. 14% Alc.
Bewertung: 17,5/20 Punkte
2001er Moulin Haut Laroque
Dichtes Rubingranat mit Wasserrand. Rote Frucht, Cassis, etwas Zimt und grüner Paprika in der Nase. Der Wein wirkt am Daumen etwas derb; viel Tabak.Bitterschokolade, spürbare bittere, unreife Noten. 14% Alc.
Bewertung: 16,5/20 Punkte
Klar vorne in der Bewertung liegt der noch sehr jugendliche 2000er Jahrgang, während der 1999er bereits etwas gezehrt erscheint und der 2001 sicher die Unreife des Jahrgangs widerspiegelt.
Dienstag, 9. Oktober 2012
Dom. Sylvain Pataille: 2010er Bourgone Blanc Le Chapitre
Lichtes Gold, mineralisch schlanker Duft in der Nase, im Hintergrund spürbare Apfel- und Zitrusaromatik. Sehr schlankes, herb-kräuteriges Mundgefühl, wieder Zitrusfrüchte und grüner Apfel. Schwungvoll-leichte Art, dabei durchaus intensiv im Geschmack, wirkt trotz allem insgesamt aber eher "klein"
Bewertung: 16,5/20 Punkte
Preis: 16,80 Euro
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Samstag, 6. Oktober 2012
Solar de Libano Crianza 2009
Unauffälliges Rubin, angenehm fruchtbetonte Nase. Sehr frisches Mundgefühl, viel rote Frucht, die von einer ansprechenden Säure getragen wird - weder ein klassischer, morbider Rioja alten Typs noch einer der satt machenden modernen Blockbuster. Macht einfach nur Lust auf eine zweite Flasche. 13,5% Alc.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis: 9,80 Euro
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Bezug: Weinhalle, Nürnberg
Sonntag, 23. September 2012
Manincor: 2010er Réserve del Conte
Farbe zwischen Rubin und Violett, mitteldicht ausgefärbt. Üppige, fast wollüstige Nase, dunkle Frucht mit Anklängen von Schwarzkirsche, Cassis und Lakritze-Süßholz. Am Gaumen erstaunlich kühle Frucht, feine Textur, dabei ausgestattet mit animierender Säure. Wie der Cassis, etwas Kirsche und etwas Marzipan. Mittlerer Körper und Nachhall.
Cuvee von Lagrein, Merlot und Cabernet (IGT); 13% Alc.
Bewertung: 17/20
Preis: 10,30
Bezug: LEH in Südtirol
Samstag, 22. September 2012
Manfred Meier: 2002er Zizerser Pinot Noir
Korken völlig intakt; im Glas dunkles Granat mit Ansätzen von Verbraunung. In der Nase dominant Erdbeere und Himbeere mit kräftigen vegetabilen Noten. Recht herber Antrunk, sehr präsente Säure. Zunächst dominieren vegetabile Noten und der Wein wirkt etwas müde und gezehrt. Zwei bis drei Studnen nach dem Öffnen gewinnt er deutlich an Fülle und Eleganz und zeigt noch einmal seine besten Seiten.
Bewertung: 17/20 Punkte
Preis:
Freitag, 21. September 2012
Tenuta Roveglia: 2009er Filo di Arianna DOC Lugana
Dunkleres, intensives Gold, noch spürbares CO2. Üppige Frucht mit Elementen von Melone und Akazienblüte in der Nase, unterstützt von sehr dezenter Holzvanille. Am Gaumen kraftvoller, runder Auftritt, opulente Art, die angesichts der distinguiert präsenten Säure nicht überladen wirkt; viel Frucht, feine Blütenaromatik, schöne Holzfassabrundung. In Länge, Tiefe und Geschmacksintensität sehr überzeugender, spannungsgeladener Wein. 13% Alc.
Bewertung: 18/20 Punkte
Preis: ca 15 Euro
Abonnieren
Posts (Atom)